Die Wildnis ruft! – Namibias Top 5 der Nationalparks

Entdecke Namibias Naturschätze zwischen Wüste und Meer

Namibias unberührte und einzigartige Natur ist für die meisten Besucher die Hauptattraktion des Landes. Um diese zu schützen und zu erhalten wurden zahlreiche staatliche Nationalparks und private Naturschutzgebiete eingerichtet. Der Naturschutz genießt in Namibia Verfassungsrang und so stehen mehr als 38 % der Landesfläche unter direktem staatlichem oder teil-staatlichem Schutz. Wir stellen dir hier unsere Top 5 der Nationalparks in Namibia vor.

Sossusvlei, Namibia. Zwei Wanderer laufen auf dem Grat der roten Düne.

Der Namib-Naukluft-Park ist mit seinen fast 50.000 Quadratkilometern nicht nur größer als Niedersachsen sondern zugleich auch Namibias größter Nationalpark. Er liegt im Westen Namibias und umfasst einen Teil der Namib-Wüste, die Naukluft-Berge und reicht bis zur Skelettküste am Atlantischen Ozean.

Das Highlight des Namib-Naukluft-Parks und eine der Hauptattraktionen Namibias ist das Sossusvlei. Diese von hohen Dünen umgebene Tonpfanne bietet zum Sonnenaufgang und -untergang ein faszinierendes Farbenspiel. Durch den eisenhaltigen Wüstensand ändern die bis zu 350 Meter hohen Dünen je nach Sonnenstand ihre Töne. Diese wechseln von sanftem Goldgelb und Ocker bis hin zu leuchtendem Orange und tiefem Ziegelrot. Ein Naturschauspiel, das du unbedingt mal erlebt haben solltest!

Im Namib-Naukluft-Nationalpark kannst du viele wüstenangepasste Tiere beobachten. Die Chancen stehen gut Oryxantilopen, Springböcke, Bergzebras und Strauße zu sichten. Mit viel Glück kannst du auch Raubtiere wie Karakal, Braune Hyäne und Leopard entdecken.

Der Etosha-Nationalpark liegt im Norden Namibias und ist das bedeutendste Schutzgebiet des Landes. Das Herzstück des Parks ist die fast 4.760 Quadratkilometer große Etosha-Salzpfanne, die sogar aus dem Weltall sichtbar ist. Der Name „Etosha“ stammt aus der Sprache Oshiwambo und bedeutet so viel wie „großer weißer Platz“.

Während der Trockenzeit gelten die zahlreichen natürlichen und künstlich angelegten Wasserlöcher als Touristenmagnete. Am berühmten Okaukuejo-Wasserloch, das nachts beleuchtet wird, kannst du regelmäßig Nashörner beim Trinken beobachten. Im Etosha-Nationalpark findest du vier Vertreter der berühmten Big Five, nämlich Elefant, Nashorn, Löwe und Leopard – nur der Büffel fehlt.

Etosha-Nationalpark: Gewimmel am Wasserloch an der Etosha-Pfanne, Namibia. Man sieht Springböcke, Oryx-Antilopen, Gnus, Strauße und Giraffen.

Waterberg-Plateau-Park: Blick auf den Waterberg in Namibia

Im zentralen Nordosten Namibias liegt der Waterberg-Plateau-Park. Das rund 200 Meter hohe Plateau des Waterberges hebt sich deutlich von der Umgebung ab. Obwohl er mit 405 Quadratkilometern zu den kleineren Nationalparks Namibias gehört, spielt der Waterberg-Plateau-Park eine wichtige Rolle im Naturschutz. Hier werden unter anderem die bedrohten Spitzmaulnashörner geschützt.

Das Besondere an diesem Schutzgebiet ist, dass du den Park auch zu Fuß auf markierten Wanderwegen erkunden kannst, was in fast allen anderen Nationalparks zu deiner eigenen Sicherheit verboten ist. Im Kontrast zu der sonst eher trockenen Umgebung stehen die roten Sandsteinklippen mit ihren natürlichen Quellen und der üppigen Vegetation. (Foto: GIRAUD Patrick, Namibie Waterberg 01, CC BY-SA 3.0)

Der unberührte Khaudum-Nationalpark liegt in der Kavango-Region im Nordosten Namibias, direkt am Eingang des Sambesi-Zipfels (vormals Caprivi). Dieser schwer zugängliche Park ist touristisch kaum erschlossen und wird auch „Buschmannland“ genannt. Er gilt als eine der besten Regionen, um die stark bedrohten Wildhunde in freier Wildbahn zu beobachten.

Auf Grund der Lage im Kalahari-Sandveld ist die Anfahrt nur mit Allrad-Antrieb und im Konvoi von mindestens zwei Wagen gestattet. Also genau das Richtige für dich, wenn du echtes Abenteuer suchst und Herausforderungen nicht scheust. Eine gute Offroad-Fahrpraxis ist auf jeden Fall erforderlich.

Moremi Nationalpark, Botswana. Afrikanischer Wildhund steht da und hat Witterung aufgenommen.

Bwabwata-Nationalpark: Mahango Core Area, Namibia. Gruppe Elefanten am Fluss im Abendlicht.

Der Bwabwata-Nationalpark ist nicht eingezäunt und erstreckt sich über den westlichen Sambesi-Zipfel in Namibia. Der rund 5.000 Quadratkilometer große Nationalpark verläuft zwischen den Flüssen Okavango und Kwando. Er stellt einen wichtigen Korridor für Elefantenherden und andere Wildtiere zwischen den Ländern Botswana, Sambia und Angola dar.

Der Park ist bekannt für seine vielen Elefanten und – im Gegensatz zum Etosha (!) – auch für seine großen Büffelherden. Wenn du hier auf Safari gehst, kannst du neben den bekannten Big Five auch Flusspferde und Krokodile entdecken. Mit Glück erspähst du einige der seltensten Antilopen Namibias wie die Sitatunga, die Rote Letschwe und die beeindruckende Rappen-Antilope.

Praktische Tipps für Namibias Nationalparks

Wenn du Namibia auf einer geführten Rundreise besuchst, sind die Nationalparkgebühren schon im Reisepreis enthalten. Als Selbstfahrer im Mietwagen musst du Eintritt bezahlen. Die Gebühren liegen ungefähr zwischen 5 und 15 Euro pro Tag und Person. Für die Durchquerung der meisten Nationalparks wird ein geländegängiges Fahrzeug benötigt. Eine Ausnahme stellt der Waterberg-Plateau-Park dar, den du auch auf Wanderungen erkunden kannst. Wenn du nicht genau weißt, welche Nationalparks in Namibia du besuchen solltest, wende dich am besten an unser KrautTrotter-Team für eine kostenlose Beratung.

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