Malariafreie Reisen in Afrika – Wir sagen dir wo!

Gibt es das wirklich? In Afrika auf Safari gehen ohne Malariarisiko?

Malariafreie Reisen sind in Afrika mit guter Planung möglich. Vor allem im südlichen Afrika und auf Inselstaaten hast du diese Möglichkeit. Wir stellen dir hier unsere Top 3 der afrikanischen Reiseziele vor, wo du ohne Malaria-Prophylaxe auf Safari gehen kannst. 

Malariamücke "Anopheles" beim Blutsaugen auf menschlicher Haut
Malariamücke „Anopheles“

In Südafrika kannst du gleich in mehreren malariafreien Regionen auf Safari gehen. Auf den weltberühmten Kruger Nationalpark musst du leider verzichten, aber ein gutes Stück weiter westlich liegt das Madikwe Game Reserve. Dieses malariafreie private Wildschutzgebiet hat sich ganz dem Ökotourismus verschrieben. Das 750 Quadratkilometer große Reservat blickt auf eine lange Geschichte und Tradition zurück. Die Hauptstraße durch das Madikwe Game Reserve wurde einst von Entdeckern, Jägern, Händlern und Missionaren im frühen 19. Jahrhundert als Teil eines Handelskorridors genutzt. 

Ganz im Süden Südafrikas liegen gleich zwei hochkarätige, malariafreie Wildschutzgebiete. Beide lassen sich hervorragend mit einer Reise auf der Garden Route verbinden. Das Kariega Game Reserve ist ein privates, von der Besitzerfamilie geführtes Wildreservat, das sich in der Ostkap-Provinz über 10.000 Hektar unberührter Wildnis erstreckt und von Flüssen durchzogen ist. Der reiche Tierbestand samt Flusspferden erlaubt dir auch spannende Boots-Safaris. Dann gibt es noch den bekannteren staatlichen Addo Elephant Nationalpark. Das Reservat am Indischen Ozean bei Port Elizabeth beherbergt zur Zeit mehr als 600 Elefanten. Weltweit ist er der einzige Park mit den „Big Seven“, denn hier kannst du auch Wale und den weißen Hai beobachten.

Löwe mit prächtiger Mähne schaut in die Kamera, im Hintergrund Safarigruppe im offenen Geländewagen.
Safari im Kariega Reservat (© Kariega Game Reserve)

In Namibia ist die südliche Landeshälfte inklusive Windhoek, Namib-Wüste und der Küstenregion unterhalb Cape Cross malariafrei. Die bekanntesten Safarigebiete Namibias wie Etosha und der Caprivistreifen liegen leider in der Malariazone. Aber glücklicherweise sind diese Nationalparks nicht die einzigen Orte mit afrikanischer Tierwelt. Da ist zum Beispiel die Skeleton Coast mit seiner riesigen Robbenkolonie und umherschweifenden Schakalen und Hyänen. Mit sehr viel Glück entdeckst du hier auch die seltenen Wüstenlöwen. Im Namib-Naukluft-Nationalpark findest du Zebras, Strauße, Oryx-Antilopen, Springböcke, Schakale und Geparden. Bei einer Safari im Damaraland kannst du auf die Suche nach den vom Aussterben bedrohten Wüstenelefanten gehen. Man schätzt, dass es noch etwa 100 -150 dieser ganz speziellen Elefanten gibt. Sie sind etwas kleiner, besitzen besonders große Füße und kommen so perfekt mit dem sandigen Boden der Gegend zurecht.

Damaraland, Namibia. Wüstenelefant steht am Wegesrand neben einem Baum und schaut uns an.
Wüstenelefant im Damaraland

Wenn du jetzt einwendest, dass man auf den Seychellen doch gar nicht auf Safari gehen kann, dann hast du nur zum Teil recht. Zwar findest du auf dem Archipel im Indischen Ozean nicht die klassischen Big Five wie Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Aber du kannst hier sehr gut im Sainte Anne Marine Nationalpark auf eine Meeres-Safari gehen und dabei mit Walhaien, Mantarochen, Teufelsrochen, Meeresschildkröten und Delfinen schwimmen. Auf den Seychellen gibt es keine gefährlichen oder giftigen Tiere und auch tropische Infektionskrankheiten wie Malaria kommen hier nicht vor. 

Der Morne Seychellois Nationalpark auf der Hauptinsel Mahé ist benannt nach dem höchsten Berg der Seychellen. Der 905 Meter hohe Morne Seychellois ist von tropischem Regenwald bedeckt und beherbergt eine einzigartige Flora und Fauna, die Wanderer und Aktivtouristen anzieht. Eines der bekanntesten endemischen Tiere ist die Aldabra-Riesenschildkröte, die nur auf den Seychellen vorkommt. Eine weitere Kuriosität ist die Seychellenpalme oder Coco de Mer, die den größten Samen der Welt produziert. Die bis zu 25 Kilogramm schweren Kokosnüsse erinnern mit ihrer Form an ein weibliches Gesäß.

Coco de Mer - die Meereskokosnuss von den Seychellen
Meereskokosnuss „Coco de Mer“

Gesund auf Reisen

Auch wenn du auf deiner Afrikareise nicht im Malariagebiet unterwegs bist, so gibt es trotzdem Mücken, die dich stechen können. Wir empfehlen dir deshalb einen guten Mückenschutz, speziell für tropische Regionen. Dazu lässt du dich am besten in einer Apotheke beraten. Es empfiehlt sich, alle Grundimpfungen vom Hausarzt rechtzeitig auffrischen zu lassen bzw. eine Reiseimpfberatung in Anspruch zu nehmen. Um die perfekte malariafreie Reise für dich zu finden, wende dich gerne an unser KrautTrotter-Team für eine kostenlose Beratung.

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